
Reisebericht
2023 – CAMINO PORTUGUES (Portugiesischer Jakobs-Küsten-Weg)
Auf dem portugisischen Jakobsküstenweg pilgerten wir 280 km von Porto nach Santiago de Compostela vom 29. Mai bis 18. Juni 2023
Auf meinem Weg gab es wunderbare Momente mit mir unbekannten Menschen, herzliches Lachen, Verständigung mit Händen und Füßen, wenn einer die Sprache des anderen nicht verstand, Kuriositäten am Wegesrand, eine unbeschreiblich schöne Natur mit wundervollem Farbenspiel.
Es gab auch Momente der inneren Einkehr beim Besuch der Kirchen und Kathedralen, beim schweigenden Gehen auf den Pfaden, die, wie in meinem Gedicht „El Camino“ beschrieben, genau so beschaffen waren.
Auch Ängste haben mich manchmal heimgesucht. Ich fragte mich, wo der Auslöser zu suchen war. Nach eigener Analyse war es die Urangst, tief sitzend in der Amygdala, vor dem Säbelzahntieger 🙃, heute sind es die wilden Hunde, die in den Südländern oft in den Wäldern umherstreifen.
So hatte ich fast jeden Tag meiner Herausforderung zu begegnen und vor allem den Erzählungen von anderen Menschen zu dem Thema „wilde Hunde“ neutral zu begegnen. Für mich sind es Geschöpfe, die genauso wie wir eine Berechtigung besitzen, frei und ohne Leid zu leben ❣️
Es darf nicht vergessen werden, dass das aggressive Verhalten des Hundes durch vom Menschen verursachtes Leiden in der Haltung herauf beschworen wurde.
Dieses Denken gab mir immer wieder eine innere Aufrichtung, meiner Angst zu begegnen, ihr aber nicht Raum zu geben, sondern achtsam, langsam und wachsam in unübersichtlichem Gelände zu gehen. Und ein Stück Brot hatte ich immer in der Hosentasche❣️‼️
Angekommen auf dem Platz vor der Kathedrale in Santiago de Compostela war ich glücklich und geschafft. Es war heiß, überwiegend Asphalt unter unseren Füßen, eine kleine, aber nicht unbedeutende Aufregung gab es noch dazwischen, die mich einiges an Energie gekostet hatte … und die letzten 10 km zogen sich hin …
Doch all das habe ich vergessen, als ich meine Compostela in der Hand hielt 🙏😍❤️, ein Moment, der nicht beschreibbar ist ☯️.
Die Pilgermesse am nächsten Tag war der krönende Abschluss meines Weges. Ich habe nicht viel von dem verstanden, was dort an Worten gesprochen wurde. Das war auch nicht notwendig.
Es war die Gemeinschaft, das gemeinsame Innehalten, alle hatten wir EIN ZIEL, erreicht hat es jeder auf seine Weise, jeder in seinem Rhythmus, im Frieden mit sich und dem Anderen. Eine Menschenfamilie vereint, aus allen Ländern der Welt, mit unterschiedlichen Kulturen und Glauben.❤️
Das ist es, was zählt, und was ich hautnah spüren konnte.
Der Botafumeiro, welcher mit Weihrauch und von 8 Mönchen hochgezogen und in Bewegung gebracht wurde, löste nochmals sehr bewegende Momente aus 🥲🙏❤️.
Im Anschluss an diese Messe habe ich eine Kerze für den Frieden in der Welt angezündet, es war mir ein inneres Bedürfnis ❤️💖❣️
Um an das „Ende der Welt“, nach Finisterre zu gelangen, haben wir uns mit anderen Pilgern auf eine Bustour begeben und somit noch einige schöne Orte und Momente erleben können. Für mich war es noch einmal schön, den Atlantik zu genießen und ein bisschen von seiner Kraft in mich aufzunehmen 💖💚❣️
Es wird nicht der letzte Camino gewesen sein.
💚❤️💖❣️
An dieser Stelle Herzensdank an Anke für die gemeinsame Zeit, die geteilten Erfahrungen, die wir miteinander gemacht haben. Gemeinsam haben wir diesen Camino Portugues, mit allem was dazu gehört, gemeistert. Was zählt, ist Verbundenheit. ❣️❤️
Ich freue mich, wenn ich dir mit diesem Post den Camino ein Stück näher bringen kann.
Jeder Camino beginnt vor deiner Haustür. Gerne begleite ich dich oder nimm an einer meiner Wandertouren teil.
BUEN CAMINO 💚
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